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Mein "aktuelles" Handwerkszeug







Unsere Zeit ist selbstredend schnellebig und unsere Lieblings-Hersteller werfen fast im Jahresrythmus immer neue und teurere Nachfolgermodelle auf den Markt. Deren Werbung und die direkte Ansprache des potentiellen Kunden an sein Ego so schmeichelhaft, dass dieser letztendlich überzeugt sein muß, dass er mit seiner teilweise noch nicht einmal zwei Jahre alten Kamera, mit der er bis gestern tolle Bilder schießen konnte, nun ab heute nicht mehr arbeiten kann, weil sie ja mit dem Erscheinen der "Neuen"  quasi "über Nacht" zu Schrott geworden ist. Ein Katalysator beim Geldverschwenden sind auch die fotografischen Foren im Internet. Mit jeder Neuerscheinung entsteht da so ein "Schwarmreflex", der manches unbedarfte Forenmitglied unbewußt in eine Richtungen lenkt, in die es  ohne diesen Einfluß wahrscheinlich vorher nie gegangen wäre.
Man muß dann einfach "dazu gehören" und das setzt den Besitz der neuesten und tuersten Kamera automatisch voraus. Ich meide mittlerweile diese Foren ausnahmslos bewußt, weil die unerträgliche Überheblichkeit einiger selbsternannter Platzhirsche und ihrer Gefolgschaft mich dort derart in Wallung brachte, dass ich immer wieder aneckte. Für die Erlangung eines wirklich realen ungeschönten Eindrucks von einer Kamera und von einer unbeeinflußten Kaufentscheidung sind diese Foren längst nicht mehr geeignet und die Penetranz der Grabenkämpfe, die da ausgetragen werden, das Mobbing gegenüber all jenen, die anders denken und nicht den Stallgeruch an sich haben, das alles macht die markenorientierten Fotoforen meines Erachtens überflüssig. Reale Erkenntnisse sind dort allesamt Fehlanzeige, wenn man nicht bereit ist, den Platzhirschen regelmäßig zu huldigen und nach deren Regeln zu posten.

Vor zwei Jahren habe ich dann aus gesundheitlichen Gründen begonnen, die großen schweren DSLRs - und die D300 zähle ich nicht zu den Leichtgewichten und zu meinen verrücktesten Zeiten hatte ich drei davon und mit dem "Altglas" allein fünf Teleoptiken und richtig schwere Stative - samt Objektive zu verkaufen und mich drastisch zu verkleinern. Wenn ich alles eingepackt hatte, kam ich noch vor zwei Jahren auf 14 bis 16 Kilo allein im Fotorucksack - und das konnte ich nach einigen Bandscheibenvorfällen absolut nicht mehr bewältigen. Wenn ich dann unter Schmerzen am Teichufer ankam, mich nicht mehr vernünftig bücken oder knien konnte, da war dann sowieso alles verflogen. Ich habe mehr als einmal das Fotozeugs gar nicht mehr ausgepackt, sondern bin dann mit Schmerzen auf irgendeiner Bank oder im Auto gesessen und habe den anderen nur noch zugeschaut.

Schließlich verkaufte ich blutenden Herzens so nach und nach alles, was Gewicht bedeutete und mal richtig lieb und auch teuer war, obwohl mir das von meinen ehemligen Freunden (die ich aber heute nicht mehr zu meinen Freunden zähle) reichlich Spott und Häme einbrachte. Aber es gibt eine natürliche Gerechtigkeit - irgendwann erwischt es jeden und auch das größte Lästermaul wir mal ganz klein. Keiner entkommt seinen Problemen auf ewig. Ich bin heute froh, vor zwei Jahren diesen Schritt konsequent gegangen zu sein, denn mir ist inzwischen vollständig klar geworden, dass ich mit meinem vorherigen größeren Equipment, basierend auf drei, dann zwei Nikon D300, diversen Objektiven etc.  heute gar nichts mehr fotografieren würde, obgleich ich anfänglich mit dem Verkauf richtig Probleme hatte und eher in Gänze aufgeben wollte. Heute macht mir das Fotografieren mit "den kleinen Dingern" inzwischen so richtig Spaß. Sie glauben gar nicht, wie eine kleinere leichte Ausrüstung befreit und die Kreativität ankurbelt.

Die kompakte Nikon P7100 hat (ebenso wie die Vorgängerin P7000 und die Nachfolger P7700 und P7800) die Einstellungsmöglichkeiten analog einer Spiegelreflex und ist damit in punkto kreativen Selbstentscheidens die Toplösung auf dem Gebiet der besseren Kompakten. Auch im Vergleich zu den anderen drei "P*'s" ist sie der bessere gemeinsame Nenner. Besser als die P7000 sowieso, wieder besser als die P7700, weil sich an der Nikon schon "in der Kunst des Weglassens" (Stichwort Sucher) übte, obwohl jeder einen großen elektronischen Sucher, würdig des Namens Nikon, erwartet hätte. Das gesamte Programm des Produzenten Nikon ist aber so breit gefächsert und derart groß, dass wahrscheinlich immer wieder Einschränkungen und Weglassungen notwendig sind, um andere Produktlinien nicht zu beeinträchtigen. So jedenfalls scheint es.







Na und nun .... ?



Wie erwähnt - Ich lebe heute offiziell wenig standesgemäß mit einer kleinen bescheidenen, aber durchaus universell nutzbaren Ausrüstung. Ich meine, dass Bildqualität und Bildaussage weniger ein Verdienst einer extrem teuren Ausrüstung oder eines besonders auffälligen Equipments ist, sondern mehr abhängt von der Erfahrung und dem vorherigen Durchdenken, was man tut. So kann man zwar aus einem kleinen Bildsensor keine Wunder hervor zaubern, aber man kann das Maximale aus ihm heraus holen.
Der Bildsensor der Nikon P7100 ist ein 1/1.7"-Sensor, einer der für Kompaktkameras als "groß" gilt, insgesamt gesehen aber doch ziemlich klein ist. Immerhin ist der Cropfaktor noch 4,55, d.h. z.B, dass aus 10mm echter Brennweite, dann scheinbar 45,5mm werden.

Das geht etwa so wie mit einem Dia-Bildwerfer oder einem Beamer - je weiter man mit diesem von der Leinwand als Projektionsfläche abrückt, desto größer wird das Bild, aber desto dunkler und auch qualitativ schlechter.  Der Crop-Faktor eines Sensors ist damit ein wichtiges Maß ( von vielen anderen) seiner Qualität. Die Hersteller versuchen das mit besonderer Software in den Kameras auszugleichen, was Nikon - und da kann man nicht dran vorbei - im Falle der Nikon P7100 sehr gut gelungen ist. Natürlich hatte ich auch gewisse Ambitionen und großes Interesse an der Nachfolgekamera Nikon P7800, die mit einem elektronischen Sucher ausgestattet ist und ich kaufte diese auch. Prinzipiell hat diese Nachfolgekamera keinen anderen Sensor als ihre Vor(Vor)gängerin, das Klappdisplay wurde durch ein Schwenkdisplay (das ich gar nicht so toll finde) ersetzt und das entscheidende Teil, der elektronische Sucher, bereitete mir größte Schwierigkeiten. Er flimmerte leicht, war unwahrscheinlich grell und blendend und ganz und gar nicht das, was ich mir unter einem richtigen elektronischen Sucher vorstellte. Da der optische Sucher der P7100 direkt über dem Objektiv im Kameragehäuse befindlich ist, kann das Parallaxenproblem sehr leicht gelöst werden, das ist nur eine Frage der Gewöhnung und der Übung. Als ich dann feststellen mußte, dass die Performance der neuen Nikon P7800 nicht besser als die der Nikon P7100 war, verkaufte ich die P7800 schnell und ohne jeglichen Verlust wieder. Das war zuviel Geld.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6b/Sensor_sizes_-_updated_07_2012_svg.png


Hätte die P7800 wenigstens einen CX-Sensor gehabt, dann hätte es trotzdem ein schlagkräftiges Argument für den Kauf gegeben. So aber ging mir nicht mehr ein, warum die P7100 unbedingt durch die P7800 hätte abgelöst werden sollen, zumal einer meiner beiden P7100 noch nicht einmal ein halbes Jahr alt war. Sollte eine zukünftige P8000 - oder wie sie immer heißen möge - einmal einen besseren elektronischen Sucher und einen CX-Sensor aufweisen und damit der Cropwert von jetzt 4,55 auf "nur noch" 2,7 gesenkt werden, bin ich sicher wieder dabei. Neu ist der CX-Sensor von Nikon seit der Nikon1, der mittlerweile auch in kompakten Sonykameras oder Brigdes und sogar in der klitzekleinen Pentax Q zu finden ist. Nur Nikon selbst mauert und nutzt das Potential des CX-Sensors scheinbar nicht konsequent aus. Die obenstehende Grafik stammt aus Wikipedia und ich habe sie von dort entnommen. Die übliche DX-Kamera ist entweder die mit dem APS-C-Sensor von Nikon oder die mit dem APS-C-Sensor von Canon. Die teuren Profigeräte sind meist DSLRs mit einem 35mm-Sensor und einem Cropwert von 1,0 - so wie einst und gewohnt unsere analogen Kleinbildgeräte.

Bei dem Zoom-Objektiv, das an dieser Kamera dran ist handelt es sich auch nicht um ein übertriebenes Zoom-Objektiv, sondern um 7,1-faches Zoom, äquivalent von 28 bis 200mm gecropter Brennweite. Die echte Brennweite des Objektivs reicht von 6,00 bis 42,8mm. Insgesamt ist das noch nicht das längste Zoom, ich meine aber, dass damit eine Grenze erreicht wurde. Mir persönlich sind an solchen kompakten Kameras aber kleinere und lichtstärkere Zoom-Objektive lieber. Ich hätte mir persönlich sogar nur ein Dreifach-Zoom von äqivalent 28 bis etwa 85mm in der durchgehenden Lichtstärke 2.8 gewünscht , das wäre dann mit Sicherheit ein noch schärfer zeichnendes Objektiv geworden - aber so etwas kauft heute kaum jemand. Die Leute sind ja irre auf Brennweiten und Suppen-Zoom-Rüssel und die Hersteller tun alles, dass das so bleibt. Der Hit sind Super-Zoom-Objektive mit  mittlerweile 18- bis 24-fachem Zoom, die vom Volk gewünscht werden. Da nun mal der Umsatz entscheidet und damit die Käufergruppe, die am zahlenmäßig größten ist, liefern sich die Hersteller nun das Rennen um das längste Zoom-Objektiv mit allen Nachteilen und Einschränkungen, die aber vom kaufwütigen Konsumenten kaum wahr genommen werden. Hauptsache auffällig, Hauptsache ein riesiges Objektiv nach dem Motto, meiner ist am längsten. So gesehen werden die Hersteller und Verkäufer bei der Masse der Käufer mit großen und unsinnigen Super-Zooms immer mehr Glück haben, als mit kürzeren und schärferen Zoom-Objektiven. Hier an der Nikon P7100 hat der Hersteller ein Optimum gefunden, dass einerseits eine vernünftige Tele-Brennweite möglich werden läßt, andererseit aber noch nicht dazu führt, dass die Qualität des Objektivs darunter leidet.




Die Nikon Coolpix P7100 ist meiner persönlichen Meinung zur Zeit  bisher in punkto Preisleistungsverhältnis die vorteilhafteste der vier P*s, hier die P7100 mit Raynox-Makrovorsatz 250 und Zubehörtubus. Der Makrovorsatz Raynox 150 ist meinem persönlichen Empfinden nach zwar etwas schwach, das könnte die P7100 auch komplett "ohne" mit etwas Crop, was da mit dem 150er raus kommt, aber für die schnelle Insektenjagd aus freier Hand ist er schon sinnvoll.. Interessant ist noch der Makrovorsatz 202, der aber eine sehr ruhige Hand oder zumindest ein Stativ und/oder eine Makroschiene erfordert. Der kleine Tagesrucksack ist ein nett anzuschauendes Ding, aber nur bei wirklich trockenem Wetter zu verwenden und leider gegen unbefugten und unbemerkten Eingriff von hinten, vielleicht in Menschenmengen absolut ungeschützt.


Alles das, inclusive Stativkopf und Kameraschienen für besonders genaues Arbeiten z.B. bei Makros, zusätzlich einem Metz-Blitz 58 AF-2N digital - alles das paßt in einen kleinen sogenannten Tagesrucksack - wie er ganz oben auf dem Bild zu sehen ist, der besonders im Sommer bei trockenem Wetter unstrittig ist. Gewogen auf der geeichten digitalen Küchenwaage kommt das alles auf keine drei Kilo. Allerdings muß man auch fairerweise feststellen, dass eine sehr wichtige undkaufentscheidende Eigenschaft, die der Händler dem kleinen Sack zuordnete - nämlich "wasserdicht" zu sein, nicht zutrifft. Das Gewebe - ok, das ist wasserabweisend, soweit stimmt das - aber die Verarbeitung, der Zuschnitt, ergo die gesamte Konstruktion dieses Rucksackes hat mit "wasserdicht" nichts zu tun. Man kann das in etwa mit einem super High-Tech U-Boot aus modernstem Material vergleichen, das beim Tauchen keine dicht schließenden Luken aufweisen kann und damit das Wasser ins Boot läuft. Bei dem schicken Sack verhält sich das ähnlich. Bei Regen schluckt das schmucke Säckchen Wasser durch alle Reißverschlüsse, oben durch einen zu kleinen Deckel und die Frontklappe, die angeblich das Fach mit der Brieftasche schützen, läßt auch die Papiere  und möglicherweise das Geld "abtauchen". Dann kommt auch leider noch etwas anderes dazu - dieses auf gutes Aussehen getrimmteDesign ist so richtig einladend für Taschendiebe. Von hinten geht alles relativ leise und unbemerkt zu öffnen, bzw. schlimmer noch, es öffnet sich manche Klappe von allein.

Ich verwende seit einiger Zeit aus diesem Grunde inzwischen, einen für meinen Rücken gerade noch so erträglichen, weil nur geringfügig schwereren Rucksack, der aber komplett mit allem gefüllt ist, was man braucht und dabei auch nur auf 3,6 Kilo (ohne Stativ) kommt. Das Lineal, dass ich im linken äußeren Bild zum Größenvergleich eingestgeckt habe, ist komplett (brutto) 31cm lang, der Sack ist also mit nicht einmal ganz 40cm nicht zu groß. Da das Lineal mit der Werbung eines Pharmaherstellers bedruckt ist, habe ich es nur rückwärtig sichtbar, eben als reinen Größenvergleich eingesetzt. Dieser Rucksack war schon die DSLR-Zeiten von mir eingesetzt worden, damalig war er aber immer etwas zu klein, d.h. zu knapp bemessen. Prinzipiell schluckte er zwar eine D300 mit einem 16-85, aber zwischen einem Blitz von der Größe des SB900 oder einem Tele-Zoom 70-300 mußte man sich dann schon entscheiden. Beides ging nicht.

Der Rucksack ist ein äußerst preiswertes Modell aus der Amazon-Basic-Linie, in dem ich eigentlich anfänglich aufgrund des überraschenden Preises einen schnellen Verschleiß erwartet hatte, aber trotz sehr sehr häufiger Verwendung ist er nun nach drei Jahren noch immer vollkommen in Ordnung. Ein Regen-Cover war natürlich bei dem Preis nicht dabei und so probierte ich das kleinste Regen-Cover, dass Deuter für Rucksäcke anbietet, das Cover für 12-22 Liter Fassungsvermögen. Alles paßt wie angegossen und wie füreinander gemacht. In dem recht kleinen und handlichen  Amazon-Fotorucksack ist derzeit alles drin, was ich mit meiner verringerten Ausrüstung brauche. Heute sind je nach Vorhaben ein oder zwei Nikon Coolpix P7100, drei Makrovorsätze, bis zu 15 verschiedene Filter 58mm, iTTL-Kabel 2,50m und 10m, Akkus, Speicherkarten, Zubehörtuben, ein kleines Universalstativ für die Autoscheibe oder für jede Art Ast am Baum etc. und wahlweise je nachdem, was ich vorhabe - ein Blitzgerät METZ 58AF-2, manchmal auch die "beiden Kleinen" MEIKE MK300 oder ein Canon-Telekonverter drin. Dazu natürlich der übliche diverse Kleinkram, Akkus, Speicherkarten, Filter, Gegenlichtblenden, Reinigungs-Pen u.a. 
Ein Stativ Manfrotto 0190, dem ich die instabile seitwärts ausschwenkbare Mittelsäule ausgebaut habe (aus Gewichts- und Sinnlosigkeitsgründen) je nach Laune mit einem 3D-Kopf Junior 058 oder einem Manfrotto Kugelkopf der älteren noch massiven Bauart könnte ich an den Rucksack zwar mittels dafür vorgesehener Schlaufen anbringen - aber ich mag diese Konstruktionen nicht, weil man sie schlecht kontrollieren kann. Wenn man vielleicht im Linienbus oder in der Bahn den Hintermann schreien hört, weil ihm das Stativ die Nasenlöcher dehnt, ist die Sache meist schon zu spät. Das Stativ habe ich deshalb immer in der Hand.

mit einem Ranox-Makrovorsatz 250 lassen sich freihand ( mit Ellenbogen aufstützen u.ä.) noch sehr kleine Dinge detailgenau und formatfüllend aufnehmen, wie hier die Fruchtstände einer Pantoffelblume (Calceolaria) Die beiden Aufnahmen links sind Ausschnittvergrößerungen, die rechte Aufnahme entspricht 1:1 dem auf dem Sensor abgebildeten Foto. Man beachte die wirklich faszinierende Detailabbildung, die der Raynoxvorsatz ermöglicht. Der 250er erweist sich m.E als die gerade noch gut machbare ideale Lösung freihand in der Natur für die Makrofotografie. Ich muß aber auch sagen, dass ich den 150er sehr gern benutze, z.B. wenn es um bewegliche Objekte wie Laufkäfer, kleine Amphibien oder ähnliches geht. Die von Raynox mitgelieferte "Klammer", mit der diese Vorsätze an Objektiven und Zubehörtuben angeklickt werden können, habe ich anfänglich auch verwendet, bis diese plötzlich mal einfach nur so und ohne jedes Voranzeichen bei Zusammendrücken auseinander brach.  Die Bruchstellen in der Plastik zeigten eine auffallende Materialalterung durch Austrocknung oder so etwas. Ich verwende alle Vorsätze seither nur noch mit echten Metalladapterringen..



man kann die Makrofähigkeit der P7100 mit dem Raynox MSN 202  fast bis ins "Forensische" übertreiben, das 2-Cent-Stück und dessen Rand sind kein Crop, sondern die volle Abbildung auf dem Sensor, allerdings nicht mehr freihand


Trotzdem gibt es immer wieder Leute, die stur und steif behaupten, dass die P7100 mit entsprechenden Vorsätzen zur Makrofotgrafie nicht könne, man bekäme kein scharfes Bild mehr dabei heraus u.v.m.
Ich habe an dem kleinen Blumentopf, in Ermangelung weil draußen noch nichts grünte, mal probiert, ob dem so ist. Auf dem linken Bild sehen Sie den gesamten Blumentopf, oben hinein zu Vergleichszwecken eine 1-Cent-Münze plaziert. Das Objekt, an dem ich mich versuchen wollte war der kleine grünliche "Stempel" innerhalb der Blüte, den sie auf dem Gesamtfoto und links in der etwas dunkleren Ecke erkennen können. Ich denke, dass man die Ergebnisse, die mit einem 4-fach-Raynox-Vorsatz (Raynox 202) entstanden sind, nicht weiter kommentieren muß.

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die drei rechten Bilder des Stempels aus der Blüte sind keine Crops! Sie sind Bilder, die in voller Auflösungvorgelegen haben und die für die Website verkleinert wurden


Die wirklich sehr guten Raynox-Makrovorsätze sind aber nicht die einzige Alternative

etwas kontravers wird heute mit den legendären und meiner Meinung nach noch immer unerreichten Minolta-Achromaten umgegangen. Mag es sein, dass es manchem unschicklich erscheint mit den "alten Dingern" in der Öffentlichkeit aufzutreten oder sei es, dass die heutige Generation der "High-Tech-Profis" mit den altbewährten und qualitativ hochwertigstem Fotozubehör nicht mehr umgehen kann. Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass ich zu den alten Unbeweglichen gehöre, die von diesen drei Vorsatz-Achromaten nicht lassen wollen. Es gibt sie in den Einschraubgrößen 49mm, 52mm und 55mm. Ich habe die Größe 55mm seit dem Besitz der Panasonic FZ50 in Verwendung und adaptiere diese auch heute noch an den 58mm-Zubehörtubus an der Nikon P7100.



Die drei Minolta-Achromaten waren zu ihrer Zeit die unbestrittenen Vorsatzlinsen der ersten Wahl. Sie werden aktuell in Auktionen wieder vermehrt angeboten, nachdem es jahrelang eines großen Glücksfalles bedurfte, diese Achromaten irgendwo noch erwerben zu können. Meines Erachtens ist die Tatsache, dass die drei Achromaten bei Gebrauchthändlern wieder recht häufig angeboten werden, darauf zurück zu führen, dass man heutzutage den eigentlichen Vorteil dieser relativ schwachen Linsen nicht mehr erkennt und der Trent zur Vorsatz-Achromaten geht, die weitaus stärker in der Dioptrenzahl sind. Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus meine ich aber, dass gerade die schwachen Vorsatzlinsen die universelleren und qualitativ besseren sind. Vorsatzachromaten von +10 Dioptren sind in meinen Augen deutlich zu hoch gegriffen. Aber im Zeitalter des geilen Geizes wird den Käufern erzählt, sie könnten damit auf teure Makroobjektive verzichten, na und das klappt dann eben. Werbung ist halt alles. Fast ungläubig habe ich sogar schon Achromaten von +20 Dioptren in Angeboten gesehen, diese allerdings gefertigt in Korea oder Indien und meist angeboten von polnischen oder tschechischen Fotohändlern. Das was ich da selbst getestet hatte, strotzte nur so von Farbrändern und großen Unschärfebereichen an den Rändern. Der 20er-Achromat war nur im Mittelbereich nutzbar. Da das aber für außerhalb jedes Interesses steht, habe ich den weiteren Abkauf dieser ultrastarken Achromaten nicht weiter beobachtet.





Der Minolta-Achromat Nr. 0, (+0,94 dptr.) ist die Linse, die am meisten unterschätzt wird. Man kann mit diesem Vorsatz auch mit längeren Brennweiten von 200 bis 300mm Makroaufnahmen machen und trotzdem nicht zu dicht an das Objekti heran zu müssen. Für mich ist dieser Achromat die "Schmetterlingslinse" meiner Wahl, weil ich selbst aus einer Entfernung von zwei Metern mit meiner FZ50 noch formatfüllende Fotos der Flattermänner machen konnte. Mit der maximalen Brennweite von 200mm, die mit der Zoomlinse der P7100 erreichbar ist, geht das genauso gut.



die obigen drei Bilder zeigen die etwaige Größe, die mit der achromatischen Vorsatzlinse Minolta Nr.0 erreichbar ist, etwa ab 2m vermag man mit vollem Zoom scharf stellen, bis etwa auf 50cm, danach kommt es zu keiner scharfen Einstellung des Makrofokus mehr.


Der Minolta-Achromat Nr.1 hat zufolge den mir vorliegenden Unterlagen +2,0 dptr.



faktisch aus zwei Meter Entfernung scharf einzustellen geht hier mit meinem Zoom-Objektiv nicht mehr, der Achromat fängt dort an, wo der Achromat mit der Nummer 0 aufgehört hat


Der Minolta-Achromat Nr.2 hat, wenn die Angaben im Netz stimmen,  +3,8 dptr.


diese Stärke ist nicht unbedingt wenig, aber sie recht vielen schon nicht mehr. Was vielen nicht bekannt ist und nirgendwo ausreichend diskutiert und belegt ist, ist die Tatsache, dass man die die drei Minolta-Achromaten miteinander kombinieren kann. Das äußere rechte Bild zeigt das formatfüllende Bedispiel - das sind alles keine Crops! - wie es mit der Linsenkombinationder beiden Achromaten 1 und 2 möglich ist. Die Bilqualität ist exzellent, keine Randunschärfen, keine CA's. Ich denke, dass an dem Gerücht, dass die hervorragenden Canon-Achromaten, die Minolta-Achromaten und auch die legendären Leica-Epro's aus einer einzigen Fertigung stammen, etwas dran sein muß, denn es sind keine sichtbaren Unterschiede in der Qualität erkennbar. Nur im Preis stehen die beiden japanischen Kamerahersteller mit ihrem gelabelten Produkt hinter dem deutschen Platzhirsch etwas zurück.
die Achromaten befestige ich mit Step-Down-Adaptern 58-55mm an den 58mm-Zubehörtuben.


im Prinzip bin ich heute froh, die Minolta-Achromaten nicht verkauft zu haben, versetzen sie mich doch zusammen mit den Raynox-Vorsätzen in die Situation eine große Breite von Stärken zu nutzen, ohne dass ich die einzelnen Linsen zwingend kombinieren müßte.

der Minolta-Achromat Nr.0  besitzt  0,94 Dioptren
der Minolta-Achromat Nr.1  besitzt  2,00 Dioptren
der Minolta-Achromat Nr.2  besitzt  3,80 Dioptren
durch die Kombination der Minolta-Achromaten könnte ich theoretisch auch Werte
von 2,94 Dioptren sowie  5,8 Dioptren und auch 6,76 Dioptren erreichen, was aber inpraxi
unnötig ist, wenn man die beiden Raynox (150 und 250) besitzt.
Die Minolta-Achromaten sind sämtlichst Zwei-Linser.



der Raynox DCR-150  kommt auf   4,80 Dioptren, er besteht aus drei Linsen in zwei Gruppen, 
Der Motivabstand beträgt bei Unendlicheinstellung des Objektivs etwa 210 mm.
Gefühltermaßen entspricht er meiner Meinung nach etwa dem Bildfeld aller drei Minolta-Achromaten in Kombination






der Raynox DCR-250  kommt auf   8,00 Dioptren, auch hier drei Linsen in zwei Gruppen,
Der Motivabstand beträgt bei Unendlicheinstellung des Objektivs etwa 109 mm.





der Raynox MSN-202  kommt auf   25,0 Dioptren, dieser hat vier Linsen in drei Gruppen, 
der Motivabstand beträgt bei Unendlicheinstellung des Kameraobjektivs etwa 32 mm.
Bei Brennweiteneinstellung 200 mm ist das formatfüllende Objektfeld nur 3,5 mm breit.



die ersten vier Makrolinsen bzw. Makrovorsätze sind meiner Erfahrung nach freihand  sehr gut bis etwa noch gut nutzbar. Der Raynox DCR-250 verlangt sehr viel Übung und eine extrem ruhige Hand, besser aber ein Stativ und/oder einen Makroschlitten. Der Raynox MSN-202 ist - zumindest nach meinen Versuchen her - ohne Stativ und ohne Makroschlitten kaum noch beherrschbar. Desweiteren führt Raynox auf seiner Seite einen MSN-505 Ultra mit 32 Dioptren auf, bei dem ich aber die praktische Nutzbarkeit außerhalb von labormäßigen Umgebungen arg in Zweifel ziehe. Raynox bezeichnet diesen bereits "Mikroskop an der Kamera", er besteht ebenso wie der Raynox MSN-202 aus vier Linsen, die in  drei Gruppen angeordnet sind. Der Motivabstand beträgt bei Unendlicheinstellung des Kameraobjektivs nur noch etwa 18,5 mm. Bei Brennweiteneinstellung 200 mm beträgt das formatfüllende Objektfeld nur 2,7 mm x 2 mm. Die insgesamt etwa 150 Euro die der Handel dafür aufruft, kann ich aber sinnvoller gebrauchen. Ich denke mir, dass die euphorischen Beschreibungen mancherorts im Netz oder bei Rezensionen, bei denen Nutzer behaupten mit dem Raynox 202 oder dem Raynox 505 einfach mal so durch die Weise zu streifen und reihen Facettenaugen zu schießen, nicht der Wahrheit entsprechen können. Einer gestand mir schließlich doch mal bei einem Glas Bier am Vereinstisch ein, dass er die Insekten zwar auf der Wiese fängt, diese aber zuhause fixiert (d.h. dann in deutsch übersetzt, er "tötet"diese Insekten) und sie in aller Ruhe dann fotografiert, bis das Insektenauge dann auch als Crop eben so spektakulär aussieht, wie es aussieht und die Aufmerksamkeit des Betrachters erregt. Auf diese Idee gekommen war er, als eine verendete Stubenfliege auf der Fensterbank entsorgen wollte, sie dann aus reiner Neugier noch fotografierte und überrascht war, was dabei mit dem Raynox 505 heraus kam. Seit dieser Zeit fotografierte er tote Insekten mit einer ultrastarken Vergrößerung und seither geistert auch die Mär durchs Netz, man könne mit solcherart starker Linsen einfach mal so durch die Wiese kriechen und "Insektenaugen schießen". Allerdings sagte er selbst zu mir, Ein Märchen, auf das ich vor Jahren auch schon einmal hereingefallen war und mir deshalb ein 350 Euro teures Zörk Macroscope ( 12 Dioptren) für meine damalige FZ50 kaufte und meinte, das müsse nun werden. Als ich mich dann hilfesuchend an ihn wendete und die Ursachen suchte, warum meine Fotos nicht im entferntesten den seinigen glichen, erreichte ich zwar nicht mehr den Fotografen, der war inzwischen verstorben, aber sein Bruder klärte mich über die wirkliche Art und Weise der Fotografie auf un d empfahl mir tote Insekten einzusammeln und zu fotografieren, denn man sähe es den Facettenaugen sowieso nicht an, ob die Tiere noch lebten oder nicht.

Wenn ich auf Ausstellungen fotografiere, sei es bei den Orchideenfreunden oder bei Aquarien- und Terrarienausstellungen oder auch einfach nur in Museen, dann habe ich immer wieder das Problem, dass ein einfach nur auf die Kamera aufgesteckter Blitz in der Frontscheibe (Aquarienscheibe, Ausstellungsvitrine, Terrarium etc) zur Rückspiegelung kommt und das Licht quasi ins Bild zurück schlägt.

Man hat ja eigentlich schon genug damit zu tun, die verschieden großen Blüten so ins Bild zu kriegen, dass sie formatfüllend abgebildet werden, besonders bei den kleineren Arten bedarf diese einiger gedanklicher "Voreinstellungen". Da hat man weder Zeit noch Muse auszuprobieren ob der Lichtverlauf stimmt und die Plastizität des Fotoobjektes gewahrt bleibt oder ob aus irgendeiner Scheibe der tropischen Vitrine etwas "zurück kommt" und das Bild verdirbt. Da muß einfach alles vorher sitzen und exakt getestet sein. Besonders vor Vitrinen sollte man auch darüber nachdenken eine tiefschwarze Blende davor zu stecken, durch die nur das Glas des Objektives schauen sollte (kann man mit einem Filterring oder eine Geli festdrehen), damit man nicht die Beschriftung des Objektives in der Glasscheibe auf dem Bild wieder findet. Ein sehr häufiger Fehler, besonders in der Aquarien und Terrarienfotografie..

Auch mögen es die Aussteller und Eigentümer der Exoten meist gar nicht, wenn man mit einem Haufen technischen Zeugs vor den Vitrinen und Ausstellungstischen herum hantiert und die Aufmerksamkeit der Besucher von der Ausstellungsware ablenkt und auf sich zieht. Für mich selbst ist auch unklar, warum in einer Menge farbenprächtiger Exoten, egal ob Pflanzen oder Tiere, dann letztendlich so mit allem möglichen Zubehör herum balancierender Kasper interessanter für die Gäste ist. Es ist aber offensichtlich so und aus diesem Grunde ist man bestens beraten mit komplett abgestimmten und vor allem unauffälligem Zubehör zu operieren, um so  möglichst wenig oder besser gar keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Mir ist es immer hochnotpeinlich, wenn mich innerhalb dieser Ausstellungen sogenannte selbsternannte Foto-Fachleute in lautstarke auffallende Fachdiskussionen verwickeln, obwohl ich das gar nicht will. Ich benutze aus diesem Grunde möglichst kleines unauffälliges Zubehör, habe auch die Auslösegeräusche in der Kamera, wenn das geht total abgeschalten, ebenso das nervige Pfeifen einiger Blitze beim sich Aufladen. Schon vor 40 Jahren hatte ich mir dafür aus zwei miteinander verschraubten Winkeln eine Traverse gebastelt, die mir sehr hilfreich war. Das heute in Verwendung befindliche Konstrukt aus handelsüblichen Teilen zusammen gebastelt, erfüllt den gleichen Zweck. Ein weiterer Vorteil ist der, dass man das Fotoobjekt nicht einfach "flach" blitzt. Da ich aber selbst nicht vermutet hätte, was diese einfache Konstruktion für ein Interesse auslöste, will ich hier mal vier verschiedentliche Ansichten dieser Lösung zeigen, wie ich sie für mich gefunden habe.



Wen die hier dargestellte Traverse zu sperrig ist (das hier ist die B.I.G., gekauft beim polnischen Händler), weil sie in kleine Fototaschen schlecht paßt und auch nicht über den rechten Winkel zusammen gelegt werden kann, für den eröffnet sich die Möglichkeit mit handelsüblichen gewinkelten Blitzschienen und dem kleinen Kugelkopf etwas ähnliches zusammen zu bauen, ohne dass man handwerklich selbst tätig werden muß. Im Baumarkt gibt es dafür fast alles und eine gerade Schiene zurecht biegen, das kann jeder.


Die Traverse, die mir die Ausrichtung des Blitzes universell ermöglicht, ist also auf mehrfache Art und Weise herstellbar. Die Bilder sollen nur das Wirkprinzip verdeutlichen, es gibt sicher noch viele andere, weitaus elegantere und visuell schönere Lösungen. Damit vermeide ich Rückspiegelungen oder Schlagschatten bei Glasflächen. So man aber ohne Glasflächen fotografiert, d.h. keine Vitrinen, keine Aquarien o.ä. genügt der einfache kleine Blitz (LZ33) auf der Kamera und die einfachste und qualitativ ausreichende Lösung sind die drei Minolta-Achromaten, die ich ja nach Gusto und Größe des zu fotografierenden Gegenstandes, entweder einzeln oder kombiniert einsetze. Die blaue Blüte rechts, deren Originalgröße 1,5cm ist (und deren Namen ich leider nicht kenne) wurde mit allen drei Achromaten kombiniert abgelichtet..











Mein unbestritten größtes Problem ist die Erkennbarkeit des Monitorbildes bei sehr heller Umgebung und das ist schon das Licht der Sommersonne. Bei normalen Aufnahmen, d.h. ohne spezielle Vergrößerungen oder so, nennen wor das mal die normale "Straßen- und Landschaftsfotografie" bewährt sich der optische Sucher der Nikon P7100. Die Parallaxe ist absolut nicht groß wie gemeinhin immer angenommen wird, da der Sucher ja fast direkt senkrecht über dem Objektiv plaziert wurde. So richtig eng wird das aber in Situationen, wo man sich zu 100% auf das "Live-Bild" verlassen muß und vielleicht an selbigen noch die Lage der Schärfe beurteilen will - wie z.B. bei Nahaufnahmen. Ich behelfe mir mit einem Lichtschutz aus schwarzer fester Fotopappe, die ich auf den abgeklappten Monitor aufstecke und komme dann sogar bei direktem Sonnenlicht mit dem Monitorbild klar. Der Stempel in der Primelblüte - links auf dem Bild - ist in natura etwa 1mm groß. Das ganze ist ein Ausschnitt aus dem vorigen Bild. Die Frage wäre hier allerdings - braucht man das ? Im Falle der "Insektenaugen" evtl. schon, der Raynox 202 läßt ja so eine Vergrößerung sogar ohne Ausschnittvergrößerung zu. Man sieht aber an den Aufnahmen auch, dass jeder Technik Grenzen gesetzt sind, so auch den Makrovorsätzen. Makrovorsätze leisten sicher viel und an den Kompaktkameras auch Erstaunliches, aber ein echter Ersatz für ein wirkliches Makroobjektiv sind sie nicht und sie können das auch nicht werden. Außerdem wird es mit der steigenden Dioptrenzahl immer problematischer, das Fotoobjekt aus der freien Hand scharf einzustellen. Die Makrovorsätze sind übrigens nicht mehr und nicht weniger nur so etwas wie eine "starke Lesebrille für das Auge der Kompaktkamera"
Allerdings eignen sie sich zum ganz entspannten Arbeiten auf Ausstellungen u.ä. Die nebenstehende Karte von einer Orchideenausstellung ist bewußt stark verkleinert worden, wiel sie derzeit einem Verlag zur Prüfung für einen Plakatdruck vorliegt. Sie ist im Original etwa DINA3 groß und die Bilder sind detailscharf. Als Makrovorsatz genügte hier eine achromatische Minolta Nr.1 und ein aufgesetzter kleiner Blitz MEIKE MK300, das Ganze auf einem Einbeinstativ und damit war alles so eingerichtet, wie man es brauchte. Ganz entspannt. Wichtig ist, dass die Aussteller keine Grenzen setzen. Bei Kakteenfreunden sieht das anders aus, da sind die Felder bereits eindeutig abgesteckt. Da erlebte ich bisher jeden fremden Fotografen als "unerwünscht".




Die Fotografie der kleinen Dinge ist sehr vielfältig und gleichzeitig auch die Möglichkeit der Fehler - oder sagen wir, das was wir für Fehler halten und dafür machen. Hier mal ein Beispiel dafür:


Wenn man sich drei Bilder von den Feuerwanzen ansieht, ist die Schärfe auf den ersten Blick ausreichend, aber der Gesamteindruck wird durch die Rückspiegelungen, die der direkt auf der Kamera aufsitzende Blitz verursachte etwas geschmälert. Man empfindet ihn als störend. Allerdings - die Sonne kommt auch von "oben" und so gesehen, gehört die Spiegelung dazu, mehr noch, sie könnte u.U. ein Teil der Verteidigungsstrategie sein, die so ein kleines Insekt gegen größeren Freßfeinden aufzubringen hat. Der Reflex ist also in Natur ebenso vorhanden, weil eine Lichtquelle, nämlich unsere Sonne, aus der gleichen Richtung auf den Käfer auftrifft und auf dem dem Chitinpanzer Reflexe erzeugt. Die drei Bilder sind mit einem Raynox-Vorsatz 250 entstanden und einem direkt auf der Kamera steckenden Blitz MEIKE 300, den ich als flexibler und etwas leistungsfähiger ansehe, als das Original, dem er nachempfunden wurde.
Nun denn, auch wenn die Reflexe wahrscheinlich denen der Natur identisch sein könnten - sie stören "unser" Schönheitsempfinden.
Eine mögliche Gegenmaßnahme ist die Verwendung eines iTTL-Verlängerungskabels, die es in den Längen 1m, 5m und 10m gibt - ich meine hier nur generische Kabel, die man zwischen 19 und 49 Euro bekommt und kein originales iTTL-Kabel, welches mir schon für 100 Euro angeboten wurde, ich aber dankend abgelehnt habe. Ein solches Kabel nur eine Meter lang halte ich für zu kurz und zu unflexibel. Ich habe mich letztendlich für das 5m-Kabel entschieden, weil das 10m-Kabel im Internet als sehr störanfällig beschrieben wird. Man muß aber wissen, dass das 5m-Kabel in echt höchstens 2,50m sind, weil bei einem Ausziehen von mehr als 2,50/3,00m die Spannung des Drills so stark wird, dass entweder die Kamera samt Stativ umgerissen wird oder wenn nur ein Blitz am anderen Ende separat dran ist, der das Fliegen lernt. Fünf Meter sind m.E. nur möglich, wenn man beide Enden des ausgezogenen Kabels wirklich fest fixiert, aber ein entspanntes Arbeiten ist das nicht.


Zu einer regelrechten Hype hat sich das sogenannte "Freistellen" in den letzten Jahren entwickelt. Da übertrifft man sich mit den kleinsten Blendenwerten (die ja die größten Blendenöffnungen sind), die eine derart geringe Schärfentiefe mit sich bringen, dass es wirkungsvoll möglich ist, das fotografierte Objekt scharf vom unscharfen Hintergrund abzuheben. Angeblich geht dieser Effekt nur mit sehr lichtstarken Objektiven und vor allem großen Sensoren - ab APS-C-DSLR zu erreichen. Das stimmt zwar, ist aber längst noch nicht die ganze Miete, denn auch mit Sensoren der Größe, wie sie in der Coolpix P7100 drinnen sind, kann man ähnliche Effekte über die Brennweite mit einer großen Blendenöffnung erzielen - als Beispiel kann hier die Olympus Stylus S1 mit dem 300mm-Zoom-Objektiv und einer möglichen Lichtstärke von 2.8 im gesamten Zoombereich dienen.
Das hat die Nikon P7100 leider nicht, denn bei Erreichen der Zoom-Endstufe hat sich die Blende zwangsweise schon auf den Wert von 5.6 geschlossen. Ich benutze hier dann den Minolta-Achromaten Nr.0, um ähnliche Effekte zu erzielen, die aber wohlweislich kein echtes Freistellen darstellen. Für mich zählt aber das Ergebnis, das man beim Klicken auf das nebenstehende Minibild in voller Größe ansehen kann. Es entspricht nicht den wirklichen Ergebnissen des Freistellens mit 1.8er-Objektiven, aber es zeigt, dass es auch mit einer Kompakten und einem relativ kleinen Sensor möglich ist, das Fotoobjekt zumindest sichtbar wirksam vom Hintergrund abzuheben. Das 100%-Bild hat eine Downloadgröße von etwa 5 Megabyte.




So wie sich die Tuben für Makrovorsätze eignen, sind sie gleichzeitig als Adapter für Telekonverter und Weitwinkelkonverter vorgesehen. Wer einen Telekonverter einsetzen will, benötigt also einen Tubus von einem Fremdhersteller. Ich persönlich habe beide Konverter getestet und halte den Weitwinkelkonverter für überflüssig. Mit dem Telekonverter ist ab und an schon eher mal etwas anzufangen, wenn man sich nicht dem Gedanken hingibt, er müsse nun das gleiche leisten, wie ein echtes 300mm-Objektiv. Man muß sich immer vor Augen halten, dass ein Telekonverter niemals ein echtes Teleobjektiv ist.




durch Anklicken der kleinen drei Bilder bekommen Sie einen Eindruck von der Wirkung des Telekonverters im dritten Bild








 




links sehen Sie, wie der Telekonverter auf kurze Distanzen wirkt. Man muß für sich selbst entscheiden, ob man dieses Gerät immer bei sich haben will. Ein echtes Teleobjektiv ersetzt ein solcher Konverter natürlich nicht.












Ich trage, wie bereits schon erwähnt, meist mehrere Markenfilter mit mir herum, weil ich sehr gerne damit experimentiere, dazu mehrere verschieden starke Makrovorsätze und einen Canon-Telekonverter, der mir als einziger nach langen Tests verschiedener Geräte in seiner Qualität genügte.. Was ich mir wahrscheinlich nutzlos gekauft habe, ist ein Weitwinkelvorsatz. Der aus dem Hause Nikon hat ein Andockgewinde von 51,8mm und disqualifiziert sich deshalb an jedem weltweit üblichen 52mm Objektiv/Filtergewinde. Als kaufte ich den aus dem Hause Canon, der zwar ein weltweit übliches 58mm-Gewinde hat, dass aber mit einem gewindefreien Frontbereich wiederum in kein Filtergewinde - ausgenommen in das der Canon Powershot G15 einschraubbar ist. Man muß also einen 58mm Adapter benutzen, der so abschattet, dass man den Zoomwert in der Nikon P7100 auf 35mm "hoch" setzen muß - ergibt dann mit dem WW-Konverter - 35 x 0,75 = 26,26mm und 28mm hat man ohne WW-Konverter. Die Kamera verzerrt schon ohne diesen Vorsatz bei 28mm so, dass ich meine, mehr muß es nicht sein. Mein eigentliches, jahrelang schon praktiziertes Prinzip bei Weitwinkelaufnahmen ist es, zwei/drei Bilder mit äquvalent 50mm Brennweite als Panorama zu machen und dann am Computer zusammen zu setzen. Auf diese Art und Weise komme ich zu einem Panorama - das obendrein nahezu verzerrungsfrei ist.  Ich weiß, dass viele andere das ganz anders sehen, aber einen Weitwinkelkonverter halte ich für den teuersten Unfug, den man sich leisten kann, auch wenn ich ihn mir selbst in einem Anfall von Schwäche wider besseren Wissens gekauft habe. Bedenkt man, dass so ein Teil schon gern mal um die 200 Euro kostet, dann sollte man drüber nachdenken, dass 200 Euro trotzdem eine Menge Geld darstellen, für das man Wichtigeres bekommt, z.B. ggf. einen Ringblitz oder eine gebrauchte Blitzsteuerung Nikon SU800, die lt. einigen Autoren von Fachbüchern auf der ansonsten masterunfähigen P7100 die CLS-Steuerung von mehreren Blitzen drahtlos erlauben soll. Mein vorsichtiges "Soll" bezieht sich darauf, dass ich mit dem SU800 schon mehrere Versuche an den beiden P7100 unternommen habe, vergeblich, wie ich leider einräumen muß. Ich konnte damit keinen einzigen Blitz drahtlos steuern. Die beiden Nikon P7100, die ich benutze "lehnen" jede Kommunikation mit einem Steuergerät Nikon SU800 mit der Meldung "Einstellungsfehler" ab. Unabhängig davon, was man einstellt und probiert. Die Coolpix P7100 hat leider keinen masterfähigen eigenen Blitz und auch die oft erwähnte Masterung von externen Blitzendurch das Nikon SU800 auf der P7100 funktioniert nicht. Damit ist sie von Olympus Stylus 1 - eine Kamera mit gleicher Sensorgröße - deutlich überrundet worden.

Trotzdem gibt es duchaus auch noch Möglichkeiten durch eigenes Basteln an der Nikon P7100 einiges positiv zu verändern. Lesen Sie hier meine persönlichen Erfahrungen und praktischen Ergebnisse über sinnvolle Basteleien, die einem das Leben etwas leichter machen.



Den Manfrottokopf 486RC2 - das ist noch die alte massive Ausführung - benutze ich sehr gerne bevorzugt bei Makroaufnahmen mit einer 2Wege-Schiene und auch alltags. Dieser Kugelkopf ist sehr flexibel !

Stative gehören bei mir übrigens wie selbstverständlich  zur Grundausstattung - kleine wie große, letztere seltener in Gebrauch. Je mehr sich meine Kameras verkleinerten, desto leichter und fiiligraner wurden auch die Stativköpfe. Ich setze hierbei mehr auf die "alten" Teile, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass die sogenannten Weiterentwicklungen nicht unbedingt für den Verbraucher einen Vorteil darstellten, sondern eher der Einsparung an Kosten Rechnung trugen, freilich einhergehend mit einer Erhöhung des Verkaufspreises.

Die Stabilität des Manfrotto 486RC2, wie er hier über den Text auf den drei Bildern zu sehen ist, ging für meine Begriffe mit den Nachfolgermodellen immer mehr den Bach runter und inzwischen liegen da zwar äußerlich schöne und elegante Teile im Laden - aber vom Gebrauchswert her sind die nicht mehr vergleichbar. Als ich für den besagten Stativkopf mal einen zweiten Ersatz suchte und mir der Manfrotto 496RC2 dafür angeboten wurde, mußte ich feststellen, dass der "Neue" weder stabil war noch die Friktion sauber eingesterllt werden konnte. Bei diesem Teil gab es nur fest oder locker. Die Friktionsschraube war irgendwie völlig unwirksam. Nach dem dritten Umtausch hatte der Verkäufer ein Erbarmen und zahlte mir das Geld zurück. Der 496RC2 war seinen Ladenpreis von etwa 70 Euro nicht im entferntesten wert. Man kann diesen Preis aber ohne weiteres für einen gebrauchten 486RC2 einsetzen, wenn er in Ordnung ist. Diese älteren Modelle sind an Stabilität von den neueren Modellen nicht mehr zu übertreffen. Man sieht sofort, dass überall der Rostift angesetzt wurde, um möglicherweise irgendwelchen Aktionären weiterhin die Rendite zu sichern.




Zufällig bekam ich dann auch noch die ältere Ausgabe des Manfrotto 3D Junior 056 zu kaufen, ein Stativkopf, der wie für eine leichte Kompaktkamera oder Systemkamera gemacht war. Leider wird er schon seit Jahren nicht mehr produziert und man muß auf den jetzt aktuellen und doppelt so großen und schweren Manfrotto MA 460MG 3-Wege-Kopf zurück greifen. Auch ist er im Vergleich doppelt so teuer, wie sein kleinerer Vorgänger.

Das einzige Manko dieses sehr preiswerten und älteren Kopfes ist u.U. die Tatsache, dass die Kamera direkt auf diesen geschraubt wird und keine Kameraplatte verwendet werden kann. Ich selbst empfinde es nicht als Manko, zumal mir die gekreuzten Langlochsysteme dieses Kopfes die Möglichkeit bieten, die Kamera so zu positionieren, dass bei Panoramaaufnahmen der Drehpunkt, auch Nodalpunkt genannt, der Kamera - haargenau über dem Drehteller des Stativkopfes zu liegen kommt. Dieser liegt etwa dort wo das Objektiv auf den Kamerakörper aufgesetzt ist. Die meisten Benutzer meinen, dass es reicht, die Kamera auf der Stativschraube zu drehen. Das ist aber falsch, zumal dieses Stativgewinde unbegreiflicherweise nicht in der optischen Achse des Objektivs liegt. Warum die Hersteller fast alle derartigen Schwachsinn machen, versteht niemand. Ich kann mir das nur erklären, dass sich da eventuell wieder extrem teure Nodalpunkt-Adapter u.ä. zusätzlich verkaufen lassen.  Mit dem gekreuzten Langloch auf dem kleinen Manfrottokopf  kann ich die Kamera aber verschieben und so aufbringen, als ob das Stativgewinde genau in der optischen Achse liegen würde, ohne dass ich dazu irgendwelche Adapter und Korrekturmontis einsetzen müßte. Mit einem einfachen kleinen Metallwinkel aus dem Baumarkt für wenige Euro könnte ich sogar gleichermaßen Hochformat-Panoramas erstellen. Sehr vorteilhaft erweist sich hier ein "Helferlein" in der Kamera - der sogenannte Panorma-Modus. In diesem Falle paßt einfach mal alles vorteilhaft zusammen. Hier sieht man von dem vorigen Bild immer einen Hilfsschatten mit dem man faktisch das nächste Bild andocken kann. Klappt nicht immer, vor allem dann nicht, wenn die Sonne scheint und man auf dem Display nicht mehr viel erkennt. Ich orientiere mich deshalb immer zusätzlich an den Gradangeben auf dem Drehteller des Manfrottokopfes. Das hat bisher immer geklappt, zeigt aber gleichtzeitig, dass ich Freihand-Panoramas seltener mache, sondern fast immer das Stativ einsetze. Die nahezu 100%ige Paßgenauigkeit meine Bilder, die ich mit dem freien Panoramaprogramm Hugin zusammen setze, zeigt mir, dass diese Einstellung super paßt und Gold wert ist. Als Stativkopf "für alles" ist er allerdings u.U. etwas sperrig, es gibt da Einstellungen, wo sich die drei Feststellschrauben so richtig gegenseitig behindern. Aus diesem Grunde hat der oben von mir erwähnte Kugelkopf 486RC2 neben dem 3D-Junior-056 noch immer seine volle Daseinsberechtigung.








Inzwischen habe ich das Problem der nicht ausreichenden Ausrüstung nicht mehr. Es ist hoch angenehm, sich nicht mehr unnötig abzuschleppen und alles Mögliche "bereit zu haben", was man dann am Ende doch nicht benötigt. Mittlerweile habe ich lediglich zwei Kameras in meinem Fotorucksack (von diesem doppelten Sicherungstick konnte mich bis jetzt nicht heilen), ein paar Filter, Adaptertuben und ein Blitzgerät. Die Notwendigkeit des Blitzgerätes ergibt sich aus der Situation, eher aber selten.
Die brennweitenbeinflussenden Konverter, die ich besitze liegen inzwischen fast immer zuhause, wenn es nicht gerade in den Tierpark geht und selbst da meine ich, reicht das Zoom auch aus. Meiner Erfahrung nach erbringen diese Konverter nämlich  nicht das, was man an Erwartungen in sie hinein interpretiert. Selbst der qualitativ hochwertige Canon-Telekonverter, der Beste seiner Klasse, erbringt nicht viel mehr, als man dann mit einer geringen Ausschnittvergrößerung auch erreichen könnte. Viel wichtiger als der ganze Krempel ist die Tatsache, dass man ein "fotografisches Auge" hat, dass schon im Hirn die Aufnahme abbildet, die unter den gegebenen Lichtbedingungen unter Nutzung von Dunst oder Nebel am Ende auf der Speicherkarte landet. Der fotografische Blick und die geistige Komposition ist wichtiger als jede Technik.













Wer das nicht hat und nur den "Knipse-Finger" gebraucht, der wird gute Aufnahmen nur zufällig erzielen und ansonsten und überwiegend über das allgemeine Mittelmaß nicht hinauskommen. Erst wenn man das Foto schon vorher ohne Kamera "geistig" im Kopf geschossen und im eigenen Hirn nachbearbeitet hat, hat das "echte Foto", dass die Kamera auf dem Sensor abbildet, eine Chance etwas Gutes zu werden.
Dazu kommt dann notwendigerweise der Wille frühmorgens vor Sonnenaufgang aufzustehen und ggf. auch mal unrasiert mit einem Handfrühstück versorgt, hinaus zu fahren, selbst wenn es kalt ist und man im warmen kuschligen Bett doch viel besser aufgehoben wäre. Die unbetritten besten Aufnahmen lassen sich frühmorgens bei Tagesanbruch bis in frühen Vormittag hinein machen. Die denkbar schlechteste Zeit ist um Mittag herum, alle Schatten sind zu kurz, der Blauanteil des Tageslichts ist überdurchschnittlich hoch - meist werden die Bilder platt und flach, während frühmorgens die langen Schatten und die Strahlen der aufgehenden Sonne, die sich im Morgennebel einfangen, dem Foto etwas Plastisches und das Räumliche geben, das Lebenselexier dass jedes Foto braucht, wenn es "leben" soll. Wer frühmorgens erst ausschläft, um sich dann Fotomotive zu suchen, der findet fast immer nur das, was andere längst schon haben.






Zur "Technik" gehört im Zeitalter der digitalen Fotografie zwingend auch die Software, mit der man aus den digitalen Bildern letztendlich an seinem Computer das draus macht, was man sich vorstellt. Ich bevorzuge schon seit etlichen Jahren die Fotografie im sogenannten Rohformat, das sind Bilder, die man in spezieller Software "konvertiert" und hierbei die Anpassungen, die ansonsten die Kamera intern vorgenommen hätte, selbst vornehmen kann. Für den, der diese Technik beherrscht, für den heißt das, dass er aus den Bilder wirklich das Letzte heraus kitzeln kann. In der Regel liefern die Hersteller ihre eigene Software zum Konvertieren ihres Rohdatenformates mit. Für Fotografen, die auf Windows oder Mac-OS setzen ist diese Software dann die erste Wahl. Es gibt aber auch Menschen, die aus den verschiedensten Gründen kein Windows benutzen und dann noch welche, denen Mac-OS zu teuer ist. Ich gehöre zu diesen und habe privat seit etwa dem Jahr 2000 kein Windows mehr benutzt. Da auch Mac-OS mein Budget übertraf und auch heute noch immer der Ansicht bin, dass mit Mac-OS wohl eher etwas für Leute ist, die es sich leisten können, habe ich mich im Jahr 2000 für Debian-Linux entschieden und lebe bis heute mit diesem und seinen Derivaten wie Ubuntu sehr gut.





Heute und jetzt - d.h. im Jahr 2014 - sehe ich das Programm Darktable als die beste freie Software an, die für das Konvertieren von RAW-Dateien entwickelt worden ist. Einige Zeit vorher hatte ich mir bereits das nicht freie Programm AftershotPro von Corel gekauft, muß aber heute sagen, dass Darktable diesen Kauf faktisch überflüssig macht.
In Debian 7 ist leider die aktuelle Stable noch nicht drin, auch in Ubuntu 12.04 LTS muß man sich diese aus Fremdquellen, den sogenannten ppa's holen. Als ich vor ein paar Tagen Fedora 20 installierte, war ich überrascht, dass hier schon die Stable 1.4 von darktable zusätzlich installierbar war.





















AftershotPro ist eines der wenigen käuflichen Programme zur Konvertierung von Rohdateien. Es ist gleichermaßen für Windows, Mac und Linux erhältlich und wird aktuell z.Z. von Corel weiter entwickelt.





















ebenfalls zu den "freien Programmen" zählt RawTherapee, dass sich inzwischen zu einem sehr guten Programm mausert. Ich verwende es allerdings nur, um einen Firmware-Bug zu beheben, dem die Firmware-Version 1.1. in der Nikon P7100 zu unterliegen scheint. Im Automatik-Modus werden die NRWs beim Übergang in den ISO-Wert 400 giftgrün und lassen sich mit nichts in Darktable, Aftershot oder Ufraw korrigieren. Nur in Rawtherapee war es möglich die falsch gesetzten Schwarzpunkte wieder so zu verschieben, dass die Bilder ihre richtigen Farben zurück erhielten.
Das das Problem offensichtlich in der Nikonsoftware so nicht auftritt, sieht Nikon auch keinen Handlungsbedarf, seine Firmware in dieser Beziehung zumindest mal zu prüfen. Ich habe die Korrospondez mit dem Service dann aufgegeben, weil man auf der anderen Seite das Problem nicht verstand oder vielleicht auch nicht verstehen wollte.













die ultimative Bildbearbeitung der JPEGs ist im Linux dann Gimp, hier derzeit aktuell die Version 2.8.6. Obwohl ich eigentlich sehr selten die fertigen JPEGs aus den Konverterprogrammen noch nachbearbeite, benutze ich Gimp hin und wieder für interessante Effekte, Collagen u.ä.







Ergänzung am 30.03.2014:

Mittlerweile mußte ich einsehen, dass sich die Natur und deren Uhr nicht veralbern läßt. Was drei Wochen vorher noch "tragbar" erschien, ist meist drei Wochen später wieder zu schwer und löst beim Gehen Schmerzen und Unannehmlichkeiten aus. Der Arzt zuckt mit den Schultern, denn auch der kann die Zeit nicht zurück drehen. Das ist die Ursache, warum das umfangreiche Zubehör immer mehr in den Hintergrund getreten ist. Das gesamte Bestreben richtet sich immer mehr an der Minimierung vom Masse und Gewicht aus. Inzwischen habe ich mein sogenanntes kleines Handgepäck gefunden und im Dauergebrauch.









Das kleine "Handgepäck" ist eine Kombination von Kamera, Handgriff, Blitz und Licht"schacht", als Makrovorsätze dienen meist die drei Minolta-Achromaten, die sind am flexibelsten, auch ohne Qualitätseinbuße. Ich habe mittlerweile kaum noch etwas anderes bei mir. Indem ich den oberen Teil des Zubehörtubus samt Achromat abschraube, verwandelt sich die Kamera wieder zurück in eine Kamera für den Alltag und "für die Straße". Das Ganze passt entweder zusammengebaut in eine größere Fototasche oder demontiert in Einzelteilen in eine wesentlich kleinere, inzwischen auch in eine sogenannte Fotografen-Weste, ähnlich dem superpraktischen Kleidungsstück, dass z.B. Angler benutzen. Im täglichen Alltag hat das Ding den Spitznamen "Alt-Männer-Weste", was mich aber nicht weiter stört.

Wenn notwendig, kann an den Handgriff unten ran ein Einbein-Stativ gesetzt werden. Der Handgriff läßt jedoch schon einen sehr sicheren Griff zu. Bei normalen Lichtverhältnissen konnte ich auf das Einbein sehr oft verzichten. Das Stativ auf den Fotos diente lediglich der Präsentation des montierten Arrangement. Makros sind mit den Achromaten, einzeln oder in Kombination möglich. Weitwinkelaufnahmen mache ich mit der Panormafunkion und zwei Aufnahmen.
Mehr habe ich mittlerweile kaum noch mit mir "am Mann". Unglaublich und mit Gänsehaut verbunden ist die Rückerinnerung an die Zeiten als der Fotorucksack ohne Stative noch knapp 16 Kilo wiegen "mußte", weil man meinte alles mit schleppen zu müssen.




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