Die historische Lausitz

Das Gebiet der Lausitz war in den frühesten Zeiten von Slawen und Burgundern besiedelt. Im neunten Jahrhundert waren es die Missionare Bischof Methodius und der Mönch Kyrill, die das Christentum in die Lausitz brachten. Daran erinnert das sogenannte Milleniums-Denkmal nahe der Ortschaft Schmochtitz.  Schmochtitz gehört seit 1999 zur Großen Kreisstadt Bautzen. Seit 2007 zählt es offiziell als Stadtteil. Schmochtitz liegt in der Oberlausitz und befindet sich im Siedlungsgebiet der Sorben.
Das Milleniums-Denkmal liegt am Jacobsweg und zeigt die beiden Missionare. Vor ihnen ragen verschieden weit Kreuze schräg und ungeordnet aus der Erde, gleich dem aufkeimenden Samen, der in die Erde gebracht wurde und symbolisiert, wie die beiden Missionare hier und da mühsam den Samen des Christentums aussäten und dieser unterschiedlich zu keimen und zu gedeihen begann. Diese Kreuze, die zu versinken scheinen, versinken also nicht, im Gegenteil - sie wachsen aus dem heidnischen Boden und stehen für die Christianisierung

pilgerpilger-2denkmal

Ab und an findet man am Rande einen Pilger auf dem Jacobswege, der hier ausruht und meditiert oder Gruppen von Gläubigen, die hierher kommen und verweilen und der missionarischen Leistung von Methodius und Kyrill gedenken. Im Prinzip haben die beiden nicht nur den Glauben, sondern eine gemeinsame slawische Schrift und Sprache zu den Sorben gebracht, was letztendlich auf alle Bereiche des täglichen Lebens einen großen entwickelnden Einfluß erbrachte.

Das Denkmal vermittelt zumindest dem Unbedarften so einen Eindruck, als ob der eine barhäuptige Mönch Kyrill der Gehilfe des in Bischofstracht dargestellten Methodius gewesen sei und  er ihm quasi die Tasche hinterher getragen habe. Dem ist aber, wenn man die geschichtlichen Quellen einsieht und die real existierenden Menschen hinter den Heiligen finden will, nicht so.

Millenium-Denkmal


Kyrill+Methodius
In Bukarest zeigt eine Ikone - das nebenstehende Bild stammt aus Wikipedia - die beiden Geistlichen ziemlich gleichgestellt nebeneinander. Die historische Darlegung am gleichen Ort untermauert das auch. Demnach waren Kyrill und Methodius Brüder, von denen Kyrill etwa um 826 und Methodius der ältere Bruder bereits 815, beide in Thessaloniki geboren wurden. Die Eltern waren hochgebildet und einflußreich.
Beide studierten Philosophie und wirkten bis 861 an verschiedenen Höfen, Universitäten und Klöstern, lehrten selbst Philosophie, Method wurde Abt eines Klosters und schließlich Bischof.

Nach 861 wird es dann auch für die Slawen und die Sorben interessant. Bis dahin waren beide Geistliche noch nie in Mähren gewesen. Etwa 861 beschloss Rastislav, der Herrscher Großmährens, dem ostfränkischen Einfluss in seinem Land endgültig ein Ende zu setzen, und wandte sich an den Papst in Rom mit der Bitte um Lehrer, die die lokalen Priester umerziehen könnten, damit der ostfränkische Einfluss in Großmähren endlich abnehme. Mit den Worten Hörst du, Philosoph, diese Worte? Es gibt keinen anderen außer dir, der dies erledigen kann, so, nimm viele Geschenke und deinen Bruder Method mit, und geh! Weil ihr Saloniker seid, und alle Saloniker sprechen reines Slawisch (Quelle: Vita Methodii) bat Kaiser Michael III. Konstantin um die christliche Mission in Großmähren.
Konstantin erklärte sich auf die Zureden von Kaiser Michael III. und Patriarch Photios I. dazu bereit.

862 wurde Method zusammen mit seinem Bruder Kyrill vom Kaiser Michael III. und Patriarch Photios als Missionar nach Großmähren geschickt, wo sie mehrere Jahre missionierten. 867 reisten sie über Venedig nach Rom, wo Kyrill 869 starb. Method hatte seinem Bruder auf dessen Sterbebett das Versprechen gegeben, bei der Slawenmission auszuharren, obwohl sein Herz ihn zurück in die Abgeschiedenheit und Stille eines Klosters zog.

Noch 869 wurde Method mit einem Brief an die slawischen Fürsten Rastislav (Mähren), Svatopluk (Fürstentum Nitra, auch Neutraer Fürstentum, Slowakei), und Kocel (Plattensee-Fürstentum, südwestliches Ungarn) geschickt. Der Brief enthielt den Auftrag an Method, in Großmähren zu lehren und zu übersetzen. Da jedoch die bayerischen Priester die Aktivitäten der beiden Slawenapostel nicht akzeptieren wollten, konnte Method die Tätigkeit der Großmährischen Akademie nicht wieder aufnehmen. Gegen Ende desselben Jahres schickte ihn Kocel daher zurück nach Rom, um dort zum Bischof ernannt zu werden, damit er die nötige Autorität für seine Aufgabe hatte.

Anfang 870 ernannte dann schließlich der Papst nach langem Überlegen Method zum päpstlichen Gesandten und zum Erzbischof von Pannonien und Großmähren mit Sitz in Sirmium, so dass Großmähren aus der kirchlichen Zuständigkeit Bayerns herausgenommen wurde. In Großmähren entstand damit das erste slawische Erzbistum, Method war sein erster Erzbischof. Der Sitz in Sirmium sollte symbolisieren, dass die altehrwürdige Diözese von Sirmium, die 582 zerstört wurde, wieder ins Leben gerufen wurde. Method hielt sich allerdings vorerst die meiste Zeit in Mosapurc[1], dem heutigen ungarischen Zalavár auf, da Sirmium unter bulgarischer Herrschaft stand.  in Großmähren, hat Method 883 die Übersetzung des Alten Testaments aus dem Griechischen, kurz vor seinem Tod dann auch der restlichen Bibel, fertiggestellt. Irgendwann in den 880ern taufte er den böhmischen Herrscher Bořivoj I. in Großmähren, wodurch die Christianisierung Böhmens begann.

885 hat Methodius auf seinem Totenbett den später heilig gesprochenen Gorazd aus der Slowakei als seinen Nachfolger in der Großmährischen Akademie auserwählt. Am 6. April ist Method in Großmähren gestorben. Er wurde feierlich „in der Wand hinter dem Altar der Heiligen Maria“ der heute unbekannten Hauptkirche Großmährens begraben. Die Bestattungszeremonie wurde nach der slawischen, lateinischen sowie griechischen Liturgie abgehalten. Alten Überlieferungen zufolge soll sich sein Grab in Weligrad befunden haben.

Der Verdienst der beiden Brüder war aber mehr denn je darin zu sehen, dass sie nicht nur den christlichen Glauben verbreiteten, sondern eine slawische Schriftsprache entwickelten. Kyrill entwickelte eigens für die großmährische Mission das erste slawische Alphabet, die Glagolitische Schrift (Hlaholica, Glagolica). Aus dieser und hauptsächlich der griechischen Schrift entwickelte sich Ende des 9. Jahrhunderts die heute nach ihm benannte kyrillische Schrift. Noch im Byzantinischen Reich übersetzten Kyrill und Methodius einige liturgische und biblische Texte ins Altkirchenslawische. Für seine Mission übersetzte Kyrill das Neue Testament in eine Sprache, die er – vermutlich aus dem ihm am nächsten stehenden slawischen Dialekt – auch erst konstruieren musste und die heute als Altkirchenslawisch bekannt ist. Ursprünglich war es ein in der Saloniki-Region verwendeter slawischer Dialekt, aber während der großmährischen Mission nahm er viele Elemente der in diesem Gebiet gesprochenen westslawischen Dialekte an. So enthält auch die damalige Version der Glagolica einen Buchstaben (Laut dz), der damals nur in den Dialekten auf dem Gebiet der heutigen Slowakei verwendet wurde. Da die slawischen Sprachen damals noch sehr ähnlich waren, wählte Kyrill das so genannte Altkirchenslawische als die während seiner großmährischen Mission zu verwendende Sprache aus. Während der Mission in Großmähren übertrugen sie dann die ganze Bibel ins Altkirchenslawische, aber auch eine Gesetzessammlung und liturgische Texte. Sie gelten damit als Begründer der slawischen Literatur.
880 wurde die slawische Kirchensprache jedoch von Papst Marinus I. wieder verboten und die Anhänger von Kyrill und Methodius wurden verfolgt und liquidiert

Die Mission der Slawenapostel Kyrill und Method im 9. Jahrhundert fiel in die Zeit des Zerfalls des Reiches Karls des Großen. Sie wirkten vor allem in Pannonien und Mähren, den Hauptdurchzugsgebieten der Völkerwanderung und leisteten einen wichtigen Beitrag zur Christianisierung Europas, von dessen kultureller Einheit wir bis heute profitieren. In seinem apostolischen Schreiben “Egregiae Virtutis” vom 31. Dezember 1980 ernannte Papst Johannes Paul II. sie zu Patronen Europas. Die römisch-katholische Kirche gedenkt ihrer am 14. Februar.

Kyrills Übersetzungen sind schöpferisch geniale Leistungen und haben für das Slawische eine vergleichbare Bedeutung wie die Lutherbibel für die deutsche Sprache, der 670 Jahre später die Bibel ein weiteres Mal aus dem Lateinischen in eine Sprache übersetzte, die den Text dem einfachen Volke faßbar machte und damit eine deutsche gemeinsame Sprache kreierte. Der Widerstand der katholischen Kirche war diesmal wieder ähnlich dem im Jahre 880, allerdings waren die Gegenkräfte stark genug sich zu behaupten, was zu der Kirchenspaltung führte, die wir heute im Nebeneinander der katholischen und evangelischen Kirche haben.

Sachsen und speziell die Lausitz ist ebenso zweigeteilt, es überwiegt aber der evangelische Teil der Kirchen.



Die Historie der sorbischen Gemeinden und Dörfer spiegelt sich am ehesten in deren Kirchen wieder.

Man kann zwar die historische Entwicklung von allen möglichen Seiten beleuchten, seien es die archäologischen Funde, die im Vorfeld der Braunkohlenförderung zutage gebracht werden, oder sei es anhand der wirtschaftlichen Entwicklung - oder aber man nimmt die Kirchen her.

Ich habe mich für Letzteres entschieden. Es gibt Gemeinden, die stolz auf eine steinerne Kirche verweisen können, wie sie mitunter selbst in Städten nicht vorhanden ist; es gibt aber auch Gemeinden und Dörfer, die haben kleine Schmuckstücke stehen, die mancher andere Ort, manche Stadt gerne hätte und sei es nur für die Touristen.


Die Fachwerkkirche zu Spreewitz (aus Wikipedia)
Am ehesten war und ist mir seit 30 Jahren die Fachwerkkirche in Spreewitz gegenwärtig gewesen, fuhr ich doch jahrelang an dieser auf meinem Weg zur Arbeit vorbei und fand sie immer wieder schön und interessant.
In der frentzelschen Chronik der Stadt und Herrschaft Hoyerswerda aus dem Jahr 1744 wird erwähnt, dass im Jahr 1681 ein Kirchbuch angefangen und 1688 eine Kirche neu erbaut wird. Nachdem Sachsen in den napoleonischen Kriegen auf Seiten Frankreichs kämpft, muss 1815 nach dem Wiener Kongress ein Großteil der Landesfläche an Preußen abgetreten werden, darunter die Niederlausitz und der größere Teil der Oberlausitz. Infolgedessen wird Spreewitz dem preußisch-brandenburgischen Landkreis Spremberg (Lausitz) eingegliedert. Durch Bildung des Landkreises Hoyerswerda aus dessen südlichem Teil wird Spreewitz 1825 für die nächsten 120 Jahre in der preußischen Provinz Schlesien verwaltet.
Im Ersten Weltkrieg hat die Kirchgemeinde 59 Gefallene zu beklagen. In der Zwischenkriegszeit wächst der Ort und die nördlich gelegene Gemeinde Zerre, von 1936 bis 1947 durch eine nationalsozialistische Germanisierungspolitik in Spreetal umbenannt, wird 1938 eingemeindet.
Im Zweiten Weltkrieg sind nicht nur menschliche Opfer zu beklagen. Nachdem mit dem Sturm auf Berlin und der Überquerung der Lausitzer Neiße am 16. April 1945 die letzte Schlacht in der Lausitz beginnt, steht die Front zwei Tage später bereits an der Spree. Aus dem südöstlich gelegenen Neustadt rücken Truppen heran und in der Nacht zum 19. April verlassen die Bewohner das Dorf. Als sie acht Tage später wiederkommen, finden sie ein geplündertes Dorf vor, dessen Kirche schwer beschädigt und deren Pfarrer tot ist.
Der neue Pfarrer aus Friedersdorf bei Lohsa ist um einen Wiederaufbau der Fachwerkkirche von 1688 bemüht. Die im Krieg zwangsweise abgegebene Glocke kann aus Hamburg wiederbeschafft werden. Aus dieser Zeit stammt die so wiederhergestellte Kirche, wie sie sich heute darbietet.




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In der Zeit der DDR wirken sich vor allem die umliegenden Tagebaue sowie das nahe gelegene Gaskombinat Schwarze Pumpe und das Kraftwerk Trattendorf auf die weitere Ortsentwicklung aus. Während bis zu 80 % der Bevölkerung im Energiesektor arbeiten, ist gleichzeitig eine erhöhte Umweltbelastung zu beklagen. Als in der Wendezeit die Frage nach der Länderzugehörigkeit des Kreises Hoyerswerda in einer Bürgerumfrage geklärt werden soll, entscheidet sich der Großteil für Sachsen. In Spreewitz ist der Stimmanteil für Brandenburg mit 33,3 % kreisweit am höchsten.

Die Gemeinden des Verwaltungsverbandes Burgneudorf (Burghammer, Neustadt und Spreewitz) schließen sich am 1. Januar 1996 zur Gemeinde Spreetal zusammen.









Die kleine aber feine Schrotholzkirche von Sprey (aus Wikipedia)
Sprey, obersorbisch Sprjowje, ist mit etwa 70 Einwohnern einer der kleinsten Ortsteile der ostsächsischen Gemeinde Boxberg/O.L. Bekannt ist Sprey hauptsächlich durch seine Schrotholzkirche, die 1780 ohne einen Nagel errichtet wurde. Westlich der Ortslage mündet der Schwarze Schöps in die Spree. Urkundliche Erwähnung findet Sprey als Spec am 8. Juni 1552 im Urbarium und 1597 als Sprey in der Verkaufsurkunde der Herrschaft Muskau. Dass das Dorf älter ist, belegt die Schrotholzkirche, deren Vorgängerbau um das Jahr 1522 entstanden sein dürfte. In der Kirche befindet sich ein Schnitzaltar mit einem Bild des Heiligen Martin, das gegen Ende des 15. Jahrhunderts entstanden sein dürfte.
Noch während des Dreißigjähren Krieges (1618–1648) tritt das Königreich Böhmen die beiden lausitzischen Markgraftümer im Prager Frieden von 1635 an das Kurfürstentum Sachsen ab.


Nach totaler Verwahrlosung der Schrotholzkapelle wird sie 1780 gänzlich renoviert. Auf diese Weise entstand wohl die noch heute bestehende Schrotholzkirche. Diese Kirche ist ein Schmuckstück ohnesgleichen, ursprünglich ohne einen einzigen metallischen Nagel zusammen gehalten! Heute sieht man, wenn man dicht heran geht und genau hinschaut Schloßschrauben und Metallverbinder, die in der neueren Zeit eingebracht wurden, um die Stabilität der 230 Jahre alten hölzernen Schönheit auch fortan zu gewährleisten. Hier finden Sie weitere Bilder von dieser einzigartigen Kirche.

Schrotholzkirche-SpreyNach den Befreiungskriegen muss das Königreich Sachsen 1815 über die Hälfte seiner Staatsfläche abtreten, wodurch die Niederlausitz und ein großer Teil der Oberlausitz an Preußen kommen. Im Folgejahr wird Sprey dem preußisch-schlesischen Landkreis Rothenburg (Ob. Laus.) zugeordnet, in dem es nach Einwohnern eine der kleinsten Gemeinden ist. Die Kinder gehen zur Schule nach Nochten, bis 1840 eine Laufschule im Ort eingerichtet wird, in die der Tzschellner Lehrer zum Unterricht kommt. Diese Schule besteht bis 1863. Noch bis 1890 ist die Spreyer Kirche eine Tochterkirche der sorbischen Andreaskirche in Muskau, danach gehört sie zur Tzschellner Kirche, die ihrerseits seit 1627 eine Filialkirche der Nochtener Kirche ist. Die Bevölkerung ist noch mehrheitlich sorbisch, was sich auch in der Sprache niederschlägt. Durch die relativ abgelegene Lage der drei Gemeinden können sich über die Jahrhunderte der Nochtener Dialekt und die Nochtener Tracht herausbilden. In Sprey wird noch bis 1935 sorbisch gesprochen.

Die Abschaffung der Gutsbezirke in der Zeit der Weimarer Republik, bei der zwischen 1928 und 1930 etwa 98 % der fast 12000 preußischen Gutsbezirke aufgelöst und eingemeindet werden, führt in der Standesherrschaft Muskau zu einem Kuriosum. Die 15 Gutsbezirke der Standesherrschaft werden weitestgehend aufgelöst und auf die 2 Städte und 24 Gemeinden aufgeteilt, übrig bleibt ein einwohnerloser Gutsbezirk, in dem mehrere Forste der Standesherrschaft zusammengefasst sind. Dabei gehen auch Brücken und 120 der 420 Kilometer des Straßennetzes von den Gutsbezirken auf die Gemeinden über. Während die Unterhaltsfrage bei den meisten Brücken geklärt wird, kommt es bei der Spreyer Spreebrücke zu Streit. Der Landrat entscheidet 1940 daraufhin, dass die Rechtsnachfolger des entsprechenden Gutsbezirks die Unterhaltskosten von 7031,86 Reichsmark anteilig zu leisten haben. Der Forstbezirk hat etwa die Hälfte zu tragen, der Rest wird auf die Stadt Weißwasser (51 %) und die 18 Gemeinden Gablenz, Haide, Halbendorf, Krauschwitz, Köbeln, Lugknitz, Mühlrose, Nochten, Publick, Rietschen, Rohne, Sagar, Schleife, Skerbersdorf, Trebendorf, Tschöpeln, Tzschelln und Weißkeißel aufgeteilt, die bis zu 25 Kilometer von der Brücke entfernt liegen. Die Gemeinde Sprey hat im Gegenzug für den Unterhalt der Brücke zu sorgen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird der schlesische Teil der Lausitz, der westlich der Neiße liegt, wieder dem Land Sachsen zugeschlagen. Bei der Verwaltungsreform von 1952 wird Sprey dem Kreis Weißwasser (Bezirk Cottbus) zugeordnet. Seit 1960 besuchen die Kinder die Schule in Uhyst.  Zum 1. Januar 1974 wird Sprey nach Boxberg eingemeindet. Die Boxberger Schule wird von den Schulkindern jedoch erst ab 1991 besucht.






 Eine eigenwillige Schönheit - die Holzkirche von Lieske (aus Wikipedia)
Lieske (sorb. Lěska) ist eine Ortslage des Ortsteils Bahnsdorf der Gemeinde Neu-Seeland. Sie liegt im brandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz.
Die Kirche in Lieske wurde im Jahr 1628 erbaut. Das Kirchenschiff ist ein Fachwerkbau. Der Kirchturm ist vollständig mit Holz verkleidet. Eine Besonderheit der Kirche ist der schlesische Taufengel, von dem es nur noch sehr wenige in der Niederlausitz gibt. Die Kirche sowie ein Bauerngehöft gehören zu den Baudenkmalen der Gemeinde Neu-Seeland. Auf dem Dorfanger steht ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.
Die Holzkirche sieht man von der Hauptstraße aus nur bedingt, da sie in Fahrtrichtung Senftenberg links in einer Nebenstraße steht.

Dorfkirche Lieske




Obgleich mir diese Kirche ebenfalls sehr gut gefällt und sie schon aufgrund ihres Alters und des schlesischen Taufengels einen hohen historischen Wert hat, muss aber irgendwann einmal jemand an dieser Kirche eine Veränderung vorgenommen haben, die alles andere als stimmig ist. Die vorderen drei modern wirkenden Fenster passen irgendwie absolut nicht in den historischen Fachwerkbau und nicht zu den schon vorhandenen historischen Kirchenfenstern. Diese seltsame Zusammenstellung der Fenster verleiht der Kirche irgendwie ihre spezielle Eigenwilligkeit.

Am Ortsausgang Lieskes gibt es einen Aussichtspunkt am Sedlitzer See.















Die Dorfkirche zu Bluno

Viel ist von dem Ort Blunow selbst im Internet nicht geblieben, seit man die Wikipediaseite nach der Eingemeindung im Jahre 2011 neu gestaltet und die Ortsbezeichnung Elsterheide benutzt hat. Ansonsten ist nicht viel dort zu erfahren, was Bluno und seine Kirche angeht. Auf der Website des Ortsteils von Blunow kann man lesen:




Allgemeines:
Der Ortsteil Bluno liegt an der Bundesstraße 156, dicht an der Landesgrenze zu Brandenburg am Rande eines ausgedehnten Kippengeländes nördlich von Hoyerswerda. Der Name Bluno (sorbisch Blun) geht auf das niedersorbische Wort Blon "Wiesenplatz" oder "Hutung mit Bäumen" zurück und weist auf die ursprüngliche Anlage auf einem Weideplatz im Wald hin.  Im 17. Jahrhundert stand das Dorf weiter südöstlich in einem unwirtlichen Sumpfland, dort, wo heute Kippenfläche ist. Die Stelle wird noch jetzt Stara wjaš – das alte Dorf – genannt.
Nach bitteren Jahren der Pest und der Drangsale durch Kriegshorden, die nur wenige Einwohner überlebt hatten, wagten die Blunoer einen Neubeginn an einem wohnlicheren Platz.  Sie schickten einen Schimmel los, und dort, wo der blieb und ruhig graste, bauten sie ein Kirchlein, um das sie ihre Höfe anlegten.            
Bluno erreicht man von Hoyerswerda aus mit dem Auto über die B 97 in Richtung Spremberg und vom Abzweig Spreetal die B 156.


Damit wissen wir zumindest, dass mit großer Wahrscheinlichkeit nach dem dreißigjährigen Krieg eine Fläche saftigen Grases und ein hungriger Schimmel über den endgültigen Standort der neuen Kirche - also über das heutige Kirchlein - entschieden hat. Das muß dann wohl auch erstmal reichen.



wird fortgesetzt