Das Dubringer Moor


der Text stammt wieder in bewährter Weise aus Wikipedia



Das Dubringer Moor ist ein Naturschutzgebiet (NSG) im Norden Sachsens in der Nähe der Großen Kreisstadt Hoyerswerda im Landkreis Bautzen. Es bildet sich aus der Fläche einer weitläufigen Moorsenke mit einem offenen, regenerierten Heidemoor.

Mit einer Fläche von 1709 Hektar liegt es auf Platz 5 der Liste der sächsischen Naturschutzgebiete. Seine amtliche Schlüsselzahl ist D78. Einschließlich eines bis nach Schwarzkollm reichenden Vogelschutzgebietes werden 1849 Hektar unter Schutz gestellt (im EU-Register: DE4550301). Das Dubringer Moor umfasst den größten noch erhaltenen Moorkomplex der Oberlausitz. Das Moorgebiet setzt sich aus Zwischen- und Flachmooren zusammen und ist ein Durchströmungsmoor.
Das NSG Dubringer Moor befindet sich zwischen den Städten Hoyerswerda und Wittichenau.

Begrenzt wird es in etwa:

    im Süden durch die Orte Wittichenau und seinem Ortsteil Dubring sowie durch die Landstraße S95 zwischen Wittichenau und Kamenz
    sowie durch den Schowtschickweg
    im Norden durch die Bundesstraße B97 zwischen Hoyerswerda, Ortsteil Bröthen/Michalken, und Bernsdorf
    im Westen durch einen zwischen beiden genannten Straßen verlaufenden Höhenzug beim Gerichtsberg
    im Osten durch den alten, nicht kanalisierten Flusslauf der Schwarzen Elster.

Das Gebiet und die darin enthaltenen Fischteiche gehören seit Anfang an zum Grundbesitz des 1248 gegründeten Klosters Sankt Marienstern in Panschwitz-Kuckau.

Die Entstehung des Dubringer Moores ist auf die Elstereiszeit zurückzuführen. Es bildeten sich drei Endmoränenwälle, die das Gebiet des Moores wie ein nach Norden offenes Hufeisen umschließen. Innerhalb dieser Hufeisenfläche staute sich das Wasser, und es konnte sich aus abgestorbenen Pflanzenresten Torf bilden. Frischer Torf bildet pro Jahr etwa eine Schicht von einem Millimeter. Da die Torfschicht des Dubringer Moores sechs Meter dick ist, kann auf ein Alter von 10.000 Jahren geschlossen werden.
Hydrografie
Ausgehend von der westlichen Grenze des Gebietes mit etwa 130 bis 134 Metern über NN und der Höhe der südlichen Grenze mit 127 Metern über NN ergibt sich für das von den Endmoränenwällen abfließende Wasser ein natürliches Gefälle in Richtung Osten, hin zum begrenzenden Flusslauf der Schwarzen Elster mit etwa 120 Metern über NN.
Die Schwarze Elster selbst durchfließt in ihrem ursprünglichen Flussbett den nordöstlichen Zipfel des Dubringer Moores südwestlich des Hoyerswerdaer Ortsteiles Dörgenhausen und versorgt einige Teiche der hiesigen Fischwirtschaft. Unmittelbar westlich des Dubringer Moores verläuft eine regionale Wasserscheide (Zeißholzer Hochfläche).
Die Jahresmitteltemperatur wird mit 8,6 °C sowie die mittlere jährliche Niederschlagsmenge mit 635 mm angegeben. Beides wird durch einen häufigen Wechsel zwischen maritimen und kontinentalen Einflüssen bestimmt.

Durch das Dubringer Moor führen der Froschradweg und der Krabat-Rundweg. Der Verkehr mit Kraftfahrzeugen ist jedoch untersagt bzw. bleibt der ortsansässigen Teichwirtschaft vorbehalten. Auf dem Mittelteich kann man Kahn fahren.

Die Ortsgruppe Wittichenau des Naturschutzbundes NABU führt regelmäßig in den Sommerferien geführte Wanderungen durch. Hierbei wird der am 2. Juli 2009 vom sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich eingeweihte Beobachtungsturm zwischen dem Teichhaus Neudorf und dem Hoyerswerdaer Ortsteil Michalken genutzt.

Das Dubringer Moor beherbergt bedeutende Brutgebiete für bedrohte Vogelarten, die auf der Roten Liste Sachsen (Kategorie 1 und 2) stehen.

    Baumfalke, Bekassine, Eisvogel, Grauspecht, Heidelerche, Kiebitz, Kleine Ralle, Kranich, Löffelente, Neuntöter, Raubwürger, Rohrdommel,
    Rohrweihe, Roter Milan (Rotmilan), Schilfrohrsänger, Schwarzer Milan (Schwarzmilan), Schwarzspecht, Seeadler, Sperbergrasmücke
    Tüpfelralle, Wendehals, Wespenbussard, Ziegenmelker


Einige Teiche, die nicht mehr der Fischzucht dienen, bilden den Lebensraum für Molche (Berg-, Teich- und Kamm-Molch). Im Dubringer Moor sind außerdem der Fischotter, der amerikanische Waschbär und auch der Mink zu Hause. Wie in einer Heidelandschaft üblich, fehlen auch Eidechsen, Kreuzottern und Blindschleichen nicht.

Ein Großteil der freien Flächen des Moores wird von Wollgraswiesen eingenommen. Der Naturschutzbund legt außerdem insbesondere großes Augenmerk auf den Erhalt der Orchideenwiesen. Dazu wurden mit Unterstützung der Naturschutzbehörde Pflegeverträge mit ortsansässigen Bauern abgeschlossen.

    Geflecktes Knabenkraut, Großes Zweiblatt, Braunrote Stendelwurz, Breitblättrige Stendelwurz, Sonnentau, Sumpfwasserfeder


Touristisch ist das Moor sicher interessant aber nicht ungefährlich. Grundsätzlich sollte man nie allein im Moor wandern gehen und wenn dann empfiehlt es sich, die offiziellen Wanderwege, wie den Froschradwanderweg nicht zu verlassen. Der Froschradwanderweg ist ein 260km langer erschlossener Weg, der durch die Lausitz führt. Allein nur der kleine Teil von etwa 5km, der am Rande des Dubringer Moores vorbeiführt, wird hier in einer Ausschnittkarte von GoogleMaps gezeigt.




diese Karte ist ein Ausschnitt aus einer Karte von Google-Maps, die den ganzen Rundkurs von ca. 260km zeigt







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